Wissenschaft & Technik

Überwachungskameras für jedermann

Mit Google Earth hat man ja bekanntlich die Möglichkeit nahezu jeden Fleck auf der Erde zu sehen. Doch Google kann noch viel mehr. Dank einiger Sicherheitsdienste, die ihr Handwerk nicht allzu ernst nehmen, kann man mithilfe einiger Google-Befehle auf unzähligen Bildern von Überwachungskameras zugreifen.

Von Datenschutz scheinen daher die Betreiber der Kameras nichts zu verstehen. Die Bilder zeigen öffentliche Plätze, Firmen, Schulen oder Geschäfte aus aller Welt. Diese Sicherheitslücke ist jedoch seit vielen Jahren bekannt, nur hat sich bisher nicht viel geändert. Die Netzwerkkameras streamen ihr Material ins Internet, was eigentlich ordentlich geschützt sein sollte. Jeder kann mit einem Standardbrowser zum Hobby-Voyeur werden. Die Bilder der Kameras können sogar nach belieben verändert werden. So ist es möglich an das Geschehen näher heran zu zoomen, die Helligkeit zu erhöhen und teilweise auch die Kamera selbst zu schwenken. Gesichter können komplett erkannt werden und das auch an einer dunklen Stelle. Wer die Google-Befehle verwendet, findet zum größtenteils Adressen aus Amerika und Asien. Viele wissen gar nicht, dass Google an dieses Material gelangen kann.

Die Kameras sind an das Internet angeschlossen, um auch weit aus der Ferne überwachen zu können. Im Normalfall verhindert ein Passwort den Zugriff, oder die Webseite lässt sich nicht über normale Suchbegriffe finden. Mit dem Google-Befehl „inurl“ ist es aber möglich. Das Suchprogramm von Google schafft es manchmal auch in Bereiche vorzudringen, die hinter einem Passwort stehen. Schuld hierbei ist nicht Google, sondern die Sicherheitsbeauftragten selber. Eine verbesserte Passwortabfrage würde schon ausreichen, oder indem man bei Google einstellt, wo gesucht werden darf und wo nicht.

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