Versicherung & Vorsorge

Arten der Unfallversicherung

Eine kleine Unachtsamkeit im Alltag kann große finanzielle Einbußen bedeuten. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt, Sport und im Straßenverkehr. Und dort greift der Gesetzgeber nicht. Denn die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur bei Arbeitsunfällen, d.h. nur auf dem Weg zur Arbeit und zurück, sowie auf der Arbeit.

So können schnell hohe Kosten auf Sie zukommen, wenn z.B. ein Umzug in eine andere Wohnung mit Aufzug notwendig wird. Auch eine berufliche Veränderung könnte notwendig werden, wenn Sie ihren alten Job nicht mehr ausüben können.

Eine private Unfallversicherung sollte ausschließlich den Fall abdecken, dass von heute auf Morgen eine neue Lebenssituation eintritt. Sie sollte keine lebenslange Vorsorge bieten. Für monatliche Rentenzahlung ist eine Berufsunfähigkeit besser geeignet, da sie bei Krankheit und Unfall wirksam wird.
Damit Sie die Kosten zum Beispiel für einen behindertengerechten Ausbau der Wohnung ausgleichen können gilt: ca. 5 Brutto-Jahresgehälter bei Vollinvalidität als Richtlinie bei der Versicherungssumme. Zusatzleistungen wie Krankentagegeld, Krankenhaustagegeld oder Kosmetische Operationen können mit versichert werden.

Da Kinder weder durch die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert sind, noch eine Berufsunfähigkeit abschließen können, sind sie auf die Versicherungssumme angewiesen. Deshalb sollte eine Versicherungssumme von mindestens EUR 250.000 bei Vollinvalidität vereinbart werden. Damit Kinder eine monatliche Rente bekommen, ist eine zusätzliche Unfallrente zu empfehlen, die bei bleibenden Verletzungen ausgezahlt wird.

Dread Disease Versicherung

Unter dem Begriff „Dread Disease“ versteht man so viel wie „schwere Krankheit“. Gegen welche Krankheiten sie sich versichern, bestimmen Sie. Es gibt bis zu 52 Krankheiten, die die Versicherungs­gesellschaften anbieten­. Darunter zählen unter anderem: Nierenversagen, Schlaganfall, Koma, Taubheit. Die Krankheiten werden ausdrücklich und abschließend aufgezählt.

Eine Dread Disease Versicherung darf keines Wegs als Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung gesehen werden, da die Ursachen einer Berufsunfähigkeit bei der Dread Disease Versicherung keine Rolle spielt und somit nicht versichert ist. Des Weiteren greift die Versicherung nicht bei schleichender Krankheit, sondern nur bei akuten Ereignissen.

Die Dread Disease Versicherung zahlt im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei diagnostizierter Krankheit die volle Versicherungsprämie. Diejenigen, die nicht in die Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen werden, finden in der Dread Disease Versicherung eine Möglichkeit sich finanziell abzusichern.

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