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Faszinierende Kurische Nehrung

Die Kurische Nehrung ist so ein besonderer Landstrich, dass man ständig darüber staunen oder schreiben möchte. Wenn man sich diesen Landstreifen auf der Landkarte oder aus der Vogelperspektive ansieht, möchte man kaum glauben, dass sich auf so einem schmalen Stück Erde Menschen ansiedeln können. Trotzdem haben sich auf der 98 km langen Landzunge Ortschaften gebildet. Die Breite der Kurischen Nehrung schwankt zwischen 380 und 2.800 Metern. Der Süden der Nehrung ist Russland zuzuordnen, der Norden gehört zu Litauen und reicht bis Klaipeda. So eine seltene Form der natürlichen Entstehung eines Stückchen Landes sollte sich der Urlauber, der Litauen erkundet, auf jeden Fall anschauen. Durch die letzte Eiszeit hatte sich eine Reihe von Endmoränenhügeln gebildet und durch den Einfluss des Windes diese Landzunge gebildet. Der Wind gestaltete auch die hohen Dünen. Im Inneren der Landzunge wuchsen Wälder heran. Doch durch Raubbau an der Natur (Rodung der Wälder) begannen die Dünen zu wandern. Viele Menschen mussten ihre Dörfer verlassen, um nicht unter den Dünen begraben zu werden. Im 19. Jahrhundert begann man wieder mit der Aufforstung des Waldes, damit die Ökologie wieder ins Gleichgewicht kam. Heute fehlt in keinem Reiseführer Litauen ein Tipp zur Kurischen Nehrung. Dieses außergewöhnliche Stück Land ist bei den Urlaubern sehr beliebt. Auf der einen Seite lädt die Ostsee und auf der anderen Seite das Kurische Haff zum Baden oder Angeln ein. Die Kurische Nehrung ist seit 1992 Naturschutzgebiet. Deshalb ist die Zahl der Besucher auf 2.000 am Tag begrenzt worden. Wer die Nehrung betreten bzw. bereisen möchte, muss eine Gebühr zahlen. Man kann die Erkundungsreise mit dem Auto, mit dem Bus dem Fahrrad oder einige Teilabschnitte auch zu Fuß zurücklegen. Wie man sich auch entscheidet, ein besonders schönes Urlaubserlebnis wird es in jedem Fall.


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