Handball kontra Fußball
Die Mitgliedszahlen in Vereinen des DHB (Deutscher Handball Bund) sind in diesem Jahr deutlich gestiegen. Diese Entwicklung hängt natürlich einerseits mit dem Weltmeistertitel der deutschen Herren Nationalmannschaft zusammen, andererseits war dies angesichts der Attraktivität der Sportart auch längst überfällig.
Denn der Handball ist interessant und bietet im Vergleich zum Fußball viele Vorteile, die den großen Unterschied in der Beliebtheit beider Sportarten eher unverständlich erscheinen lassen. Handball ist torreich und ein Spielergebnis bewegt sich immer deutlich im zweistelligen Bereich, während beim Fußball ein 0:0 kein seltenes Ergebnis ist. Handball ist dynamisch und abwechslungsreich, häufig bekommen die Zuschauer innerhalb einer Minute mehrere Angriffe und Gegenangriffe zu sehen, wohingegen beim Fußball der Spielaufbau oft lange dauert und viel quer gespielt wird.
Handball ist entgegen des oft gehörten Vorurteils vieler Fußballer auch kein körperloser Frauensport, sondern im Gegenteil sehr athletisch. Wer selbst einmal aktiv seine Fähigkeiten in einer Handballmannschaft erprobt hat, der weiß, dass hier ohne Körpereinsatz und die Fähigkeit auch einmal ein hartes Foul einzustecken, kein Blumentopf zu gewinnen ist.
Nichtsdestotrotz ist natürlich auch eine gute Körperbeherrschung, Technik und Eleganz gefragt. Gerade diese Komponente trägt dann auch dazu bei, dass diese Sportart auch problemlos von Frauen gespielt werden kann und auch gespielt wird, wie die Zahlen der weiblichen Mitglieder (abrufbar unter www.dhb.de) beweisen. Angesichts solcher Argumente lässt sich die immer noch anhaltende Dominanz des Fußballs in unserem Land wohl einzig aus der historischen Perspektive erklären, da der Fußball eine längere Tradition besitzt. Für die Zukunft wäre aber eine verstärkte Konzentration auch auf den Handball wünschenswert.
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