Recht & Sicherheit

Merken sich Datenretter die Inhalte meiner Daten?

Wenn man einmal in die Situation geraten ist, in der man einen Datenretter einschalten muss, damit dieser die Festplatte wiederherstellen kann, stellt sich für manche Menschen die Frage, was man alles so auf dem Rechner gespeichert hatte.

Sind da vielleicht noch Fotos, die im Grunde kein Mensch sehen sollte? Sind vielleicht verschiedene Korrespondenzen gespeichert, die den Betroffenen finanziell völlig nackt machen oder aber sind da vielleicht Kundenkontakte, die etwas peinlich werden könnten?

Dann gibt es Menschen, die beispielsweise zwei Leben führen, in dem einen Leben sind sie verheiratet und leben glücklich in einer Zweierbeziehung und im zweiten Leben sind sie die Draufgänger schlechthin, schauen sich pornografische Filme auf dem PC an und chatten vielleicht mit Sexhotlines. Auch die Dialoge dieser Chats sind im Grunde auf dem Rechner gespeichert.

Jetzt wird sich kaum ein Mensch trauen, seinen Rechner an den Datenretter zu übergeben aus Angst, dieser könnte sich darüber kaputt lachen oder einen falschen Eindruck des Betroffenen gewinnen.

Hier kann man sich beruhigen, denn Datenretter bekommen zwar die Daten bei einer Datenwiederherstellung zu Gesicht, haben jedoch einerseits eine absolute Schweigepflicht gegenüber Dritten, so dass die Daten, die sich auf dem Rechner befinden, keinesfalls an Dritte gelangen können, weder in schriftlicher noch in mündlicher Form. Diese Regelung gehört zum Datenschutz und muss vom Datenretter eingehalten werden.

Es gibt lediglich eine Ausnahme, wo der Datenretter von seiner Schweigepflicht befreit wird, diese Ausnahme liegt jedoch nur vor, wenn ein begründeter Verdacht für eine Straftat glaubwürdig dargelegt wurde bzw. der Datenretter von Gerichtswegen beauftragt worden ist, eine Datenwiederherstellung durchzuführen.

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