Schmuck mit Jade
Jade ist ein Edelstein, der schon seit Jahrtausenden bekannt ist und für vielerlei Zwecke genutzt wird, nicht nur zur Herstellung von Schmuck. Besonders in China war Jade lange Zeit der „königliche Edelstein“ und nur die Herrscher durften Schmuck aus Jade tragen
Schon in prähistorischer Zeit schätzte man Jade, um Waffen und allerlei Geräte daraus zu fertigen. In China galt Jade seit 3000 vor Christus als „Edelstein der Könige“. Grabbeigaben und Kultobjekte für die kaiserliche Familie wurden aus Jade gefertigt, und der Edelstein behielt durch die Zeiten in China eine Bedeutung, die der dem Gold und Diamanten beigemessenen im Abendland vergleichbar war. Noch heute ist für die Chinesen Jade Sinnbild für das Gute und Schöne und symbolisiert die konfuzianischen Tugenden sowie das Weibliche.
Auch in anderen alten Kulturen kannte und schätzte man die Jade. So war für die Azteken, die Mayas und die Olmeken in Mittel- und Südamerika in vorkolumbianischer Zeit Jade wertvoller als Gold. Die Maoris, Ureinwohner Neuseelands, fertigten schon früh Waffen aus Jade und benutzten sie zur Herstellung ihrer Carvings, kultischer Schmuckgegenstände. Jade war bei ihnen der „Götterstein“. Bei den alten Ägyptern war Jade der Stein der Liebe, der Harmonie und Ausgeglichenheit und des inneren Friedens.
In neuerer Zeit wird dieser Edelstein zunehmend nicht mehr wegen seiner mythischen Eigenschaften geschätzt, sondern wegen seiner guten Eigenschaften als Stein für Schmuck und seiner Ausdrucksfähigkeit der Farben und seines Glanzes.
Der Begriff „Jade“ ist eigentlich ein Oberbegriff für zwei einander sehr ähnliche Minerale: Jadeit und Nephrit. Beide sind in China „echte Jade“, „zhen yu“ genannt. Der Name Jadeit geht auf die Indianer Südamerikas zurück, da bei diesen Jade als Nierenheilmittel galt. „Jadeit“ kommt vom spanischen „piedra de ijada“ (= Lendenstein). „Nephrit“ entwickelte sich aus der Bezeichnung „lapis nephriticus“.
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts unterscheidet man Jadeit und Nephrit. Ihre chemische Zusammensetzung und damit die Farbe ist unterschiedlich. Jadeit tritt neben der bekannten grünen Farbe auch in weißen, rosafarbenen, roten, braunen, violetten und schwarzen Farbtönen auf und ist seltener als Nephrit. Jadeit mit der besten Qualität stammt aus Burma, wird aber auch in China, Russland und Guatemala gefunden. Nephrit ist meist von einem dunkleren Grün, aber gelegentlich auch weiß, gelblich oder rötlich. Nephrit kommt in den Schweizer Alpen, in China, Neuseeland, Russland und Guatemala vor. Besonders dunkel grüne Jade ist die im westlichen Kanada gefundene „Kanada-Jade“. Beide Jade-Arten weisen meist kleine Flecken oder Äderchen auf oder sind von feinen Streifen durchzogen. Dies tut der Qualität jedoch keinen Abbruch, sondern wird, je nach Muster, als besonders wertvoll betrachtet.
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