Die Hochzeit - Verlobungs- und Eheringe
Die Hochzeit - Verlobungs- und Eheringe
Der erste Ehering war ein Faden, wie uns eine 1 000 Jahre alte Überlieferung aus Indien berichtet. „Mit diesem bunten Liebesfaden, dessen Knoten Wahrheit ist, binde ich dein Herz, deinen Geist. Dein Herz sei mein Herz, mein Geist sei dein Geist”, sprach der Bräutigam damals während der Hochzeitszeremonie und band der Braut einen goldenen Faden um den Finger. Später wurden einzelne Wörter oder kurze Sprüche in die Innenseite der Ringe eingraviert. Die Inschrift eines Rings aus dem antiken Griechenland trägt die lapidare Inschrift „Liebling”. Plinius der Ältere, römischer Diplomat und Geschichtsschreiber, berichtet aus dem 1 . Jahrhundert vor Christus von einem einfachen Eisenring, der als gesetzliches Versprechen zur Einhaltung des Ehevertrages galt. Goldringe waren in dieser Zeit allein den Diplomaten Roms vorbehalten. 100 Jahre später aber war der Goldring bereits der Allgemeinheit zugänglich, der Ehevertrag wurde mit einem Goldring „unterschrieben”. Im Mittelalter dann wurde der Ring auch in die kirchliche Trauung mit einbezogen. Beliebt war der „Gimelring”; Inschrift und Aufbau der zwei gleichen, ineinander laufenden Ringe sollten die Untrennbarkeit von zwei durch ihre Gelübde verbundenen Menschen bestätigen. Vermutlich wurden die Ringe bei der Verlobung getrennt überreicht und nach der Trauung zusammengefügt. Zu den berühmtesten noch erhaltenen Gimelringen gehören die von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora. In diesen Ringen steht geschrieben: „Was Gott vereinbart, soll der Mensch nicht schaiden.”
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Der kreisrunde Ring als Symbol der Verbundenheit, der endlosen Liebe und Treue bis in den Tod, war stets auch mit Aberglauben verbunden. In der Antike war man der Überzeugung, dass eine Arterie, die „Vena amoris” („Liebesader”) des vierten Fingers der linken Hand, direkt zum Herzen führe. Pragmatiker hingegen sehen den Ursprung der Sitte, den Ring links zu tragen, eher darin, dass mit der linken Hand weniger gearbeitet und somit der Ring weniger abgenutzt wird. Wieder andere vermuten eine Verbindung zum Segnungsgestus der Ostkirche, bei dem sich der Daumen und der vierte Finger der Hand berühren. In späteren Zeiten herrschte der Aberglaube, die Frau dominiere im Haushalt, falls der Ring beim Überstreifen am Fingergelenk der Braut stocke. Nur wenn der Ring glatt bis zur Fingerwurzel durchglitt, war der Mann Herr im Hause. Schlaue Mädchen sollen daher beim Überstreifen einfach ihren Finger leicht gebogen haben …
Der Ring sollte vor Unheil schützen, man rechnete mit Unglück und Feinden, wenn er verloren ging. Im Badischen legte man einem kranken Kind den Ehering sogar auf die Brust. Das Kind sollte dadurch von seiner Krankheit geheilt werden.
Auf der Innenseite des Rings werden der Name des Ehepartners und das Hochzeitsdatum eingraviert. Sie können meist zwischen einer verschnörkelten und einer klaren Schrift wählen. Manche Schmuckhersteller gravieren sogar Unterschriften ein. Als Gravurvorlage benöti¬gen sie dann Ihre Unterschrift, geschrieben mit schwarzem Stift auf weißem Papier.
Wenn Sie sich für Ihren Ehering entschieden haben, tragen Sie ihn vor dem Kauf am besten eine Viertelstunde Probe. Heben Sie einen schweren Gegenstand auf, pressen Sie Ihre Finger fest aneinander und geben Sie sich gegenseitig fest die Hand. Wenn der Ring dann nicht drückt, ist er nicht nur schön, sondern auch anatomisch korrekt gearbeitet. Übrigens sind Ringe, deren Innenseite gewölbt ist, besonders angenehm zu tragen und ohne Schwierigkeiten an- und abzuziehen.
Sie wären nicht das erste Paar, das vergisst, die Eheringe zur Trauung mitzunehmen. Wie wäre es, wenn Sie die Ringe schon einige Tage vor der Hochzeit in der Hosentasche des Bräutigams versenken. Oder haben Sie schon einmal von einem Bräutigam gehört, der ohne Hose zur Trauung erschienen ist? Doch Vorsicht: Stecken Sie die Ringe mit dem dazugehörigen Kästchen nur in eine mit Knopf zu verschließende Hosentasche, damit die Ringe auf keinen Fall herausfallen können.
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Schutz vor Feinden
Den einzelnen Edelsteinen werden verschiedene Wirkungen zugesprochen. So soll der Diamant gegen Feinde und Gift wirken, Gespenster und Zauberer abschrecken, der Rubin soll Armut verhindern, der Türkis soll vor plötzlichem Unglück und der Onyx vor Furcht und Melancholie schützen.
Schutz vor Rheuma
Britische Wissenschaftler haben entdeckt: Goldene Ringe können die Finger vor Rheuma schützen. Vermutlich gelangen die Goldpartikel durch die Haut, reichern sich im Gelenk an und hemmen dort den Entzündungsprozess.



