Welche Pflanzen wachsen in Südeuropa?
Die Algarve in Portugal hat ein interessantes Spektrum an Blumen und Kräutern. Ein guter Grund um das Hinterland der Algarve zu bereisen.
Das Brandkraut (Marioila)

Im mediterranen Gebiet wachsen ca. 100 Arten und das Brandkraut ist über Mitteleuropa bis hin nach China Verbreitet.
In Portugal und vor allem der Algarve ist das strauchige
Brandkraut (Phlomis fruticosa) und die seltenere Phlomis purpurea zu Hause.
Der Portugiesen nennen die Phlomis purpurea „Marioila“. Die ledrigen Blätter des Strauches sind dem Salbei und der Zistrose ähnlich. Mit der silbrig-grünen Blattfarbe wird das Sonnenlicht reflektiert.
Die Italiener stellten früher aus dem Brandkraut Dochte für Öllampen her, das führte zur deutschen Bezeichnung.
Der Borretsch (Borragem)

Im Fühling leuchtet der Borretsch mit seinem wunderbaren Blau aus den Wiesen der Algarve. Die rauhhaarigen Blätter schützen vor der Sonneneinstrahlung. Der Borretsch ist ursprünglich in Syrien zu Hause und hat sich bis nach Portugal ausgebreitet. Meistens wächst der
Borretsch in der Algarve wild, aber man kann ihn im Frühling auch aussäen.
Die Portugiesen im Norden schätzen ihn wegen seiner reinigenden und abführenden Wirkung. Wenn man die jungen Blätter fein schneidet, dann gibt das eine perfekte Zumischung für Frischkäse.
Der Perustern

Der Perustern wächst im westlichen Mittelmeerraum, in Portugal, auf Madeira und den Kanaren frei in der Natur. Seine bis zu 10 cm grossen und tiefblauen Blütentraube sorgen für grosse blaue Tupfen auf so mancher Wiese.
Der Perustern mag trockene und geschützte Stellen. Wenn der Perustern ungestört ist, dann bilden sich kleine Felder dieser Hyazinthen-Art.
Der Stechginster (Tojo)

Im Frühling bringt der Stechginster wunderbare gelbe Farbtupfer in die Täler und Landschaften der Algarve. Der Stechginster kann bis zu einem Meter hoch werden. Es soll aber auch Sträucher geben, die 2 Meter erreichen. Der Stechginster fühlt sich auch bei Hitze und Trockenheit wohl. Die ideale Pflanze für die trockene Algarve.
Der Salbei (Salva)

Obwohl sich der Salbei auch in Nord-Europa akklimatisiert hat, stammt er ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Vom Salbei gibt es auf der ganzen Welt über 920 Arten. Der Salbei mag es trocken und man findet ihn an trockenen Hängen. Die Farbe der Blüten kann variieren. Das Farbspektrum reicht über weiß bis blau, violett, pink und rotweiss. Ähnlich wie das Brandkraut, hat auch der Salbei einen Sonnenschutz. Der Salbei hat samtartige, graugrüne Blätter.
Die portugiesische Bezeichnung Salva, kommt von salvar (schützen). Der
Salbei ist ein Universal Heilmittel und kann bei fast allen Erkrankungen einsetzen.
Das symphatische an dieser Heilpflanze ist, dass sie auch in der Küche gut schmeckt.
Der Schopflavendel (Rosmaninho)

Den Namen Rosmaninho kommt daher, weil der Schopflavendel dem Rosmarin ähnlich ist. Der Botanische Namen ist Lavandula stoechias. Im Hinterland der Algarve und auf Feldern die längere Zeit nicht bewirtschaftet wurden, findet man den
Schopflavendel.
Eine gute Eigenart hat er, mit seinem Duft vertreibt er Ameisen und Blattläuse in seiner Umgebung.
Die Zistrosen

Die Zistrose ist ein immergrüner Strauch, der eine Höhe bis zu 3 Metern erreichen kann. Und wie es sich für eine Pflanze in der Algarve gehört, bevorzugt die Zistrose sonnige und warme Standorte. Im Hinterland trifft man viel auf die rosa Blütenblätter.
Auch hier schützt wieder ein feiner und haariger Pelz die Blütenstengel. Früher wurde das Harz der Zistrosen
zur Blutstillung angewendet.
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