Handy & Telefon

Wie UMTS laufen lernte

Es ist nun schon über sieben Jahre her, dass die Lizenzen für die Frequenzen versteigert wurden, die heute als UMTS Netz bekannt sind. Die damaligen Investitionen der Mobilfunk-Unternehmen beliefen sich alleine für die Frequenzblöcke auf rund 100 Milliarden DM.

Dann folgte eine Phase wo sich, für Verbraucher nicht erkennbar, nur hinter den Kulissen in der mobilen Telekommunikationsbranche etwas tat: die Infrastruktur der GSM Netze, die bis dahin mit GPRS und HSCSD auskommen mussten wurden für die weitaus größeren Datenmengen, die per UMTS übertragen werden sollten, fit gemacht. Der Mobilfunk-Marktführer T-Mobile entschied sich außerdem dazu, EDGE als Übergangs- bzw. Zwischentechnologie einzuführen.

Die gigantischen Investitionen, die zum Aufbau von UMTS in Deutschland nötig waren, wurden lange Zeit in Fachkreisen belächelt und des weiteren hiess es, Technologien wie WLAN bzw. WiMax würden UMTS den Rang ablaufen noch bevor es im Massenmarkt ankommen würde.

Es wurde jedoch seitens der Netzbetreiber beharrlich an UMTS festgehalten und nach und nach erreichte die UMTS Netzabdeckung das für den praktischen Betrieb nötige kritische Minimum (50 Prozent der Bevölkerung müssen Empfang haben) . Daneben sorgen die Mobilfunk-Unternehmen für einen stetigen Strom an neuen UMTS Endgeräten, mit der die neue Technik auch problemlos von Menschen genutzt werden konnte

Zum Durchbruch im Massenmarkt hat UMTS aber letztendlich erst eine vernünftige Tarifgestaltung verholfen. UMTS ist als breitbandige paketorientierte Telekommunikationstechnologie ideal für Datenübertragungen geeignet. Zu einem monatlichen Tarifpreis von unter 40 Euro ist eine mobile Internet Flatrate zum ersten Mal in direkte Konkurrenz zu Festnetzprodukten getreten. Das zeigt sich auch daran, dass die Anbieter bewußt auch UMTS Angebote für Zuhause anbieten: die web’n'walk Tarife von T-Mobile z.B. sind neben den mobilen Datentarifen auch eigens für die eigenen Wände zusammen gestellt worden. Der Kunde kann sich entsprechend bei der Hardware für ein UMTS Modem im Laptopkarten-Format oder für eine USB Box, die sowohl im PC als auch im Notebook einsetzbar ist, entscheiden.

Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Webseite: