Simsen ohne Unterlass
Dass man in der Stadt plötzlich auf Menschen trifft, welche laut reden obwohl sie keinen Gesprächspartner an ihrer Seite haben und dass man Autofahrer an der Kreuzung sieht, welche allein im Auto sitzend angeregt vor sich hin plaudern, verdanken wir keiner neuen Volkskrankheit, sondern den Freisprechanlagen, welche jeder gute Handyshop anbietet.
Was ist aber mit den vielen Jugendlichen, welche den Kopf beim Gehen, Stehen oder Sitzen nach vorn beugen um irgendetwas in ihrer Hand zu bedienen?
Ganz einfach: Dieses Irgendetwas - ist mit ziemlicher Sicherheit ein Handy. Falls der junge Mensch nicht gerade ein Spiel spielt oder sich seine selbstgemachten Fotos oder Videos anschaut, wird er mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit simsen. Das heißt er schreibt Nachrichten, versendet sie, bekommt eine SMS zurück, beantwortet diese wieder und so weiter und so weiter.
Jeder Handybesitzer nutzt die Möglichkeit per SMS zu kommunizieren sicher gern. Mal mehr, mal weniger. Schließlich ist das ja auch eine einfache und bequeme Form des Nachrichtenaustausches.
Mit einer SMS kann man kurz und knapp, wichtige Informationen mit einer anderen Person austauschen. Das ist oft vorteilhafter als ein Telefonat zu führen und kostengünstig ist diese Art des Kommunizierens auch.
Leider gibt es einige - vielleicht sogar viele - Jugendliche, welche so viel per SMS kommunizieren, dass sich das nicht selten in einer viel zu hohen Telefonrechnung niederschlägt. Wenn das Simsen überhand nimmt, kann das mit der Zeit durchaus zur Folge haben, dass reale soziale Kontakte immer seltener stattfinden.
Im schlimmsten Fall kann das sogar bedeuten, dass der Betroffene, soziale Kontakte im “wahren” Leben, nach und nach verliert oder sie gar verlernt.
Das betrifft leider nicht nur den eigentlichen Umgang mit Menschen, sondern führt nicht selten zu einer regelrechten Verarmung an Sprache und Vokabeln.
Der Betroffene verlernt es nach und nach, sich auf normalem Niveau, verständlich zu machen.



