Kontaktlinsen - eine unsichtbare Alternative
Mit einer ausgeprägten Fehlsichtigkeit stehen dem Patienten verschiedene Möglichkeiten der Augenkorrektur zur Verfügung. Neben der klassischen Brille kann man den Weg einer Operation wählen. Sollte es dennoch eine sanftere Methode der Wiederherstellung des normalen Sehvermögens sein so greift man heute auf Kontaktlinsen zurück. Diese auch Haftschalen genannten Sehhilfen bieten dem Träger modische als auch komfortable Vorteile. Vorangehend sollte ein beratendes Gespräch mit dem Augenarzt und dem Optiker des Vertrauens stattfinden. Nur nach korrekter Anpassung an die individuellen Sehstärken kann ein qualitativ hoher Tragekomfort gewährleistet werden. Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Kontaktlinsen unterschieden. Hartflexible Linsen weisen eine zwei- bis siebenmal höhere Gasdurchlässigkeit auf als die Variante der weichen Kontaktlinse. Sie schwimmen üblichweise auf dem Tränenfilm des Auges. Eine optimierte Versorgung der Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen ist so gewährleistet. Neueste Technologien und Messmethoden bieten eine hohe Verträglichkeit, lange Eingewöhnungszeiten gehören der Vergangenheit an. Weiche Linsen sitzen durch die fast direkte Haftung fester im Auge, deshalb wird das Tragen dieser Linsen oft als angenehmer empfunden. Für sportbegeisterte Träger sicherlich ein Vorteil. Dennoch wird das Auge und damit die Hornhaut wesentlich schlechter mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Eine relativ neue Generation von Kontaktlinsen sind die sogenannten Nachtlinsen. Während der Träger schläft wird kontinuierlich die Hornhaut des Auges verformt. Nach dem Entfernen wird scharfes Sehen ohne Sehhilfe für eine Zeit von bis zu 40 Stunden erwartet. Kontaktlinsen sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon im Jahre 1636 wurde die Idee des direkten Aufbringens einer sehverstärkenden Linse auf das Auge vom französischen Philosoph René Descartes geboren. Adolf Eugen Fick konnte gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Gedankengänge durch theoretische Überlegungen fortführen. Eher unkomfortabel wurden wenig später die ersten sogenannten Skeralschalen hergestellt. Da diese aber aus Glas waren und einen Durchmesser von 23 mm hatten, konnte dem Träger wenig Komfort geboten werden. Mit dem Einsatz von Acrylglas konnten ab 1939 die Tragezeiten deutlich verlängert werden.zurück zur Übersicht "Gesundheit & Medizin"
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