Hoodia Gordonii – populärwissenschaftlich betrachtet
Plantea – Magnoliophyta – Magnoliopsida – Gentianales – Apocynaceae – Asclepiadoideae – Stapeliae – Hoodia………und nun müsste man Hoodia in 13 verschiedene Arten aufteilen. Da wir alle keine Botaniker sind, wird man mir verzeihen, wenn ich darauf hier verzichte.
Soweit die wissenschaftliche Definition von Hoodia. Wahrscheinlich sagt sie Ihnen genauso wenig wie mir. Würde man mich fragen, was Hoodia eigentlich ist, so würde ich sagen, dass Hoodia in der Wüste wächst, es wenig Wasser braucht, es Stacheln hat und wie ein Kaktus aussieht, darum ist es wohl ein Kaktus.
Aber was weiß ich schon! Die Wissenschaft sagt uns, dass Hoodia nur „kaktusähnlich“ ist und eigentlich ein „Stammsukkulent“. Die Unterschiede mögen Wissenschaftler interessieren, für uns spielen sie hier keine Rolle. Für die westliche Welt ist dieses Gewächs für Diäten und zum Abnehmen wichtig geworden.
In der freien Natur findet man Hoodia in Wüsten, hauptsächlich in der Namib und der Kalahari, den großen Wüsten in Süd-Afrika. Hier findet man alle 13 Arten von Hoodia und natürlich wuchsen die schon lange bevor der erste Wissenschaftler in Süd-Afrika auftauchte. Daher gibt es auch schon lange sehr viel einfachere Namen für Hoodia, die ihnen von den Naturvölkern schon gegeben wurden. „Königin der Namib“ oder „Buschmanns Hut“ sind gängige Namen für Hoodia. In der Sprache des San-Volkes, der Ureinwohner, heißt Hoodia auch „Xhoba“ oder „Ghaap“.
Diese Urvölker verwendeten Hoodia auch schon zur Behandlung von Verdauungsproblemen und kleineren Entzündungen, ans Abnehmen mit Hoodia haben sie natürlich nie gedacht. Und schon sehr früh entdeckten sie auch, dass eine der 13 Hoodia Arten noch viel beeindruckender Eigenschaften hatte und viel spezieller verwendet werden konnte.
Hoodia Gordonii war zwar keine Nahrung im herkömmlichen Sinn, doch die San fanden heraus, dass sie, wenn sie Hoodia Gordonii konsumierten, es viel länger dauerte, bis sie wieder hungrig wurden. Diese Eigenschaft, das Hungergefühl zu unterdrücken, war natürlich in einer Gegend wo man um jeden Bissen Nahrung kämpfen musste, mehr als willkommen. Speziell auf den tagelangen Jagdausflügen, wo man seine Nahrung entweder unterwegs finden musste oder mitschleppen musste. Mit der Verwendung von Hoodia Gordonii wurde dies natürlich um einiges einfacher und man konnte sich mehr auf die Jagd konzentrieren.
Dies alles war vor mehreren hundert Jahren, als noch kein Mensch über abnehmen und Diäten nachdachte. Und doch hatten die San das ideale Mittel gefunden, um abzunehmen ohne zu hungern.
Heute ist Hoodia Gordonii der einfachste Weg übers Abnehmen zum Idealgewicht zu kommen. Nur eine Kapsel vor jeder Mahlzeit unterdrückt das Hungergefühl und veranlasst, dass man nur mehr die Hälfte der Kalorien zu sich nimmt und trotzdem nicht hungert. So hat der Übergewichtige eine Form gefunden, bei der Abnehmen nicht zur Probe des eisernen Willens wird.
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