Der Body Mass Index
Der Begriff Body Mass Index oder auch kurz BMI ist in aller Munde, und dennoch könnten die Wenigsten ihn erklären.
Beim Body Mass Index handelt es sich um eine Körpermassenzahl, d.h. damit wird eine Größe zur Bewertung des Körpergewichts eines Menschen angezeigt. Manchmal wird der BMI auch als Quételet-Index bezeichnet, nach seinem `Erfinder´ Lambert Adolphe Jacques Quételet. Dieser hatte sich vor allem mit Statistiken und Wahrscheinlichkeitsrechnung befasst und entwickelte daraus verschiedene Modelle sozialer Normalverteilungen. Dieses statische System zur Bewertung der verschiedensten Menschen ist Kritikern zufolge das größte Manko des Index. Es handelt sich ausschließlich um einen Richtwert, der auf der Grundlage eines Durchschnittes aller Menschen errechnet wird. Seine Popularität verdankt die Körpermassezahl der Verwendung amerikanischer Versicherungsunternehmen, die anhand dieses Wertes die Beitragseinstufungen für Lebensversicherungen vornehmen.
Die Berechnung erfolgt, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Zahl geteilt wird, die der Körpergröße in Metern im Quadrat entspricht. Laut Weltgesundheitsorganisation, ist ein Body Mass Index zwischen 19 und 24 als normal zu bezeichnen ist.
Dennoch sollte auch das Alter einer Person bei der Beurteilung berücksichtigt werden. Umso älter, umso höher ist der BMI. Dasselbe gilt umgekehrt auch für Kinder unter 18 Jahren.
Für die Berechnung des Body Mass Index mit amputierten Gliedmaßen gibt es eine Tabelle in der das Durchschnittsgewicht von Armen, Beinen usw. festgelegt ist. Dieser Wert muss dann zum eigentlichen Körpergewicht dazu addiert werden.
Ärzte unterscheiden bei der Interpretation der Körpermassenzahl zusätzlich zwischen Männern und Frauen. Männer verfügen regelmäßig über einen größeren Anteil an Muskelmasse. Dadurch verschiebt sich der BMI jeweils um einen Punkt nach oben oder unten. Dennoch wird auch dieses Vorgehen oftmals bemängelt, da der Body Mass Index generell das Verhältnis zwischen Gewicht und Körperfett bzw. Muskelmasse unberücksichtigt lässt. Personen mit überdurchschnittlich viel Muskelmasse erreichen oft einen BMI, der als Übergewicht ausgelegt werden könnte.
Bisher sind sich Experten und Wissenschaftler nicht über den Wert der Berechnung eines Körpermasseindex einig. Außerdem konnte kein Zusammenhang zwischen einem leicht erhöhten Body Mass Index und einer erhöhten Sterberate oder zunehmendem Krankheitsrisiko sicher ermittelt werden. Dasselbe gilt übrigens auch für die verschiedenen anderen pauschalen Formeln oder Regeln zur Bemessung des Körpergewichtes.



