Finanzprodukte im Internet. Was gilt es zu beachten?
Bereits seit einigen Jahren lassen sich Konsumentenkredite und Kreditkarten über das Internet beantragen. Während sich die Anbieter vom Vertriebsweg „Internet“ vor allem eine Reduzierung der Kosten bei der personalintensiven Kundenbetreuung versprechen stehen für den Konsumenten die Aspekte der Kosten- und Zeitersparnis im Vordergrund.
So haben die grossen und etablierten Anbieter schon lange ihren Weg ins Internet gefunden. Neben den typischen „Einsteigerprodukten“ wie Girokonto oder Studenten Kreditkarte ist mittlerweile auch das Luxussegment für gehobene Ansprüche über das Internet zu beziehen.
Auch im Kreditwesen hat sich das Geschäft mit dem Online-Antrag für Darlehen etabliert. Renommierte Institute bieten Anträge und Rechner zu ihren Produkten (wie etwa dem RBS Kredit der Royal Bank of Scotland) mittlerweile online an.
Ob sich dieses Geschäft auch für den Verbraucher lohnt, hängt unter anderem davon ab, ob sich über das Internet tatsächlich Zeit- oder Kostenvorteile realisieren lassen. So bieten einige Anbieter vergünstige Konditionen für ihre Produkte an, wenn der Antrag sowie die Auftragsabwicklung über das Internet erfolgt: Kreditkartenanbieter erlassen dem Kunden dann unter Umständen die erste Jahresgebühr und Banken werben mit besseren Konditionen bei Aufnahme eines Sofortkredit.
Der Kunde sollte die Angebote in diesen Fällen prüfen: Tatsächlich lassen sich im Internet durchaus Vergünstigungen realisieren aber natürlich finden sich gerade hier auch die berüchtigten Angebote mit den „Sternchen“ und dem Text im kleingedruckten. Auch im Internet gelten normalerweise dieselben Regeln wie im Offline-Geschäft. Bei Finanzprodukten wird auch hier die Bonität des Kunden vor Vertragsschluss überprüft und (im Falle von Krediten) Konditionen häufig bonitätsabhängig vergeben. Wer dies alles berücksichtigt ist mit den Finanzprodukten im Internet jedoch nicht selten gut beraten.
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