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Die richtigen Fonds auswählen

Gerade in turbulenten Börsenzeiten zeigt sich, welche Fonds wirklich halten, was sie versprechen und welche Fondsmanager ihren Job beherrschen. So ist wunderbar zu sehen, wie schon eine kleine Korrektur genügt, um große Aktienfonds aus der Liga der Fonds mit dem höchsten Wertzuwachs verschwinden zu lassen. Besonders wenn es um die flexible Anpassung an veränderte Börsenbedingungen geht, haben kleine und mittelgroße Fonds die Nase eindeutig vor den Schwergewichten der Branche. Durch ihre Unabhängigkeit bzw. schlanke Organisation können die Fondsmanager dieser Fondsgesellschaften Strategiewechsel wesentlich schneller vollziehen, als bei der Zugehörigkeit zu einem der großen Finanzkonzerne, denn dort müssten sie sich für jede Abweichung rechtfertigen bzw. Strategieänderungen genehmigen lassen. Bei der Wahl geeigneter Fonds sollten Anleger daher besonders der Wertentwicklung in vergangenen turbulenten Börsenphasen erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Ein guter Vergleichszeitraum wäre zum Beispiel die Wertentwicklung von 1999 bis 2006, welche sowohl den Börsencrash 2001-2003 als auch die darauf folgende Erholungsphase bis Ende 2006 berücksichtigt. Natürlich kann die Betrachtung historischer Kursdaten dem Anleger keine Sicherheit für die zukünftige Entwicklung des Fonds geben, aber die gibt immerhin Anhaltspunkte über die Qualität des Fondsmanagements auch in schwierigen Börsenphasen. Ein weiterer, quantitativ messbarer Faktor, ist die Gesamtkostenquote eines Fonds, auch TER genannt. Diese gibt die gesamten jährlichen Kosten eines Fonds an. Bei aktiv gemanagten Fonds reicht die TER von 1 Prozent bis hin zu fast 3 Prozent, hat also eine Spanne von rund 200 Prozent zwischen den kostengünstigsten und den teuersten Fonds. Da diese Kosten unmittelbar von der erwirtschafteten Wertentwicklung abgezogen werden, ist ihre Berücksichtigung für den Anleger von großem Interesse. Besonders unter dem Aspekt des Zinseszinseffektes können Fonds mit niedrigen laufenden Kosten bei gleicher Performance im Laufe der Jahre einen beträchtlichen Renditevorsprung erzielen. Der dritte wichtige Faktor betrifft die Kaufkosten und den Ausgabeaufschlag. Hier sollte der Anleger bei der Auswahl des geeigneten Brokers darauf achten, dass er einen möglichst hohen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bekommt, oder ihm der Fonds sogar gänzlich ohne Ausgabeaufschlag verkauft wird. Da der Ausgabeaufschlag bei jedem Einzelkauf fällig wird, ist seine Höhe vor allem bei lang laufenden Sparplänen von besonderer Bedeutung, da er hier direkt die Höhe des Anteils der monatlichen Rate beeinflusst, die angelegt werden kann. Bei 100 Euro monatlich können bei 0 Prozent Ausgabeaufschlag die vollen 100 Euro angelegt werden, während bei 5 Prozent Ausgabeaufschlag monatlich nur 95 Euro zum Sparen zur Verfügung stehen. Auch hier wirken sich die Unterschiede umso stärker aus, je länger der Sparplan läuft. Wer all diese Faktoren bei der Wahl seiner Fonds berücksichtigt, kann seine Geldanlage optimieren und die maximale Rendite erzielen.


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