Geld & Kredite

Die Geschichte des Plastikgeldes

Der Begriff Kreditkarte wurde bereits im Jahre 1887 erwähnt und zwar in dem Roman „Looking Backward our Life in the Year 2000“ von Edward Bellamy. In dieser Science Fiction Geschichte wird unterstellt, dass es im Jahr 2000 kein Bargeld mehr gibt und die Kreditkarte das alleinige Zahlungsmittel darstellt. Diese Vision wurde nicht ganz zur Wirklichkeit, aber immerhin teilweise,

Seit 1894 gab es dann in den USA so etwas wie die ersten Vorläufer der heutigen Kreditkarten, die in ihrer Funktionsweise in etwa den heutigen Kundenkarten vergleichbar waren. Diese Karten konnten lediglich in den ausgebenden Hotels oder Geschäften zum Begleichen der Rechnung genutzt werden. Etwas später, im Jahr 1914, gab der Finanzdienstleister Western Union dann die ersten so genannten Charge Cards aus

Der Ursprung des universell verwendbaren so genannten Plastikgeldes liegt, wie könnte es auch anders sein, ebenfalls in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Herr namens Frank McNamara speiste in einem Restaurant und bemerkte zu spät, nämlich nach dem Verzehr seines Mahls, dass er seine Geldbörse nicht bei sich hatte. Daraufhin hinterließ er seine Visitenkarte als Sicherheit. Mr. McNamara wäre kein richtiger Amerikaner, hätte er in dieser Erfahrung nicht eine Geschäftsidee entdeckt und so gründete er gemeinsam mit seinem Freund Ralph E. Schneider das Kreditkartenunternehmen Diners Club. Man schrieb das Jahr 1950. Die Nutzung der Diners Club Karte war anfangs einem elitären Kreis vorbehalten, einem Club eben. Doch das Geschäft entwickelte sich rasch und im Laufe der 1950er Jahre wurden immer mehr Akzeptanzstellen, auch in Europa, dazu gewonnen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Diners Club nicht alleine blieb. Das Unternehmen American Express gibt seit 1958 ebenfalls Kreditkarten aus und etwas später kamen andere hinzu, wie beispielsweise Visa und Mastercard, die ihren Ursprung ebenfalls im amerikanischen Bankgewerbe haben. Im Gegensatz zu Diners Club und American Express, oder Amex, wie der Mann oder die Frau von Welt zu sagen pflegt, arbeiten Visa und Mastercard mit zahlreichen anderen Banken zusammen, die dann als kartenausgebende Stelle fungieren.

Heute ist das Produkt Kreditkarte vielfältig wie nie zuvor in seiner Geschichte. Neben den Standardkarten werden Gold- und Platinkarten angeboten, die sich nicht nur in der Farbe des Kunststoffes unterscheiden sondern auch in der Höhe der Gebühren und des Verfügungsrahmens. Die Rückzahlung des Rechnungsbetrages kann in Raten geschehen, soweit dies mit der Bank vereinbart ist. Es gibt durchaus auch Karten ohne Limit. Wer ein solches Zahlungsmittel sein eigen nennen möchte sollte allerdings schon über die Bonität eines Bill Gates verfügen. Prepaid Kreditkarten sind das genaue Gegenteil davon. Bei dieser Variante wird das Geld zunächst auf das Kartenkonto eingezahlt und kann dann ausgegeben werden. So erhalten auch Leute mit eingeschränkter Bonität die Möglichkeit, die Vorzüge der Kreditkartenzahlung zu nutzen.

Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Webseite: