Lustig ist oft nur peinlich!
Wenn es um das Aussuchen des Namens für den eigenen Nachwuchs geht, trifft das alte Sprichwort „Wer die Wahl hat, hat die Qual“ nicht unbedingt zu: denn hier haben die Eltern die Wahl, aber insbesondere lustige Vornamen werden für das Kind sicherlich zur Qual werden.
Wortspiele wie „Axel Schweiß“ oder „Rosa Schlüpfer“, bei denen der Vorname erst im Zusammenhang mit dem (un)passenden Nachnamen zum Schmunzler wird, klingen zwar witzig, aber wohl nur für den, der nicht so heißt! Ähnlich verhält es sich mit außergewöhnlichen Vornamen wie „Pumuckl“ oder „Winnetou“, die sich zwar zum Spitznamen, aber nicht zum offiziellen Vornamen eignen.
Spätestens dann, wenn sie im Berufsleben stehen und hier sogar eine erfolgreiche Karriere machen, wird der Vorname der so Bezeichneten sie, und teilweise bestimmt auch ihre Geschäftspartner und Kunden, sicherlich in peinliche Situationen hineinmanövrieren.
Möchten Sie sich zum Beispiel vor Gericht vom Staranwalt Dr. Pumuckl Müller vertreten geschweige denn ihr Haus vom Architekten Winnetou Schmidt designen lassen? Und man stelle sich vor, man hieße nun selbst so und würde eventuell einmal ausgerufen werden und sich zwangsläufig im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses mit dem Motto „Wer heißt denn so?!“ wieder finden?
Von daher sollte man sich als Elternteil vor der Namensvergabe durchaus genau überlegen, ob man den anvisierten Namen nicht einfach nur witzig findet, sondern ob man sich selbst auch wohl fühlen würde, wenn man mit diesem Vornamen durchs Leben schreiten müsste oder man sich selbst letztlich dann doch auch nur umbenennen wollen würde. In diesem Fall sollte man sicherlich einen anderen Vornamen für das Kind auswählen!



