Die Vergänglichkeit einer Partnerschaft
Die meisten Menschen sehnen sich zeitlebens nach einem festen Partner und wünschen sich in diesem Zusammenhang nichts Sehnlicheres, als eine harmonische und dauerhafte Beziehung mit dem perfekten Gegenstück. Für dieses vermeintliche Glück opfern sie allerdings, vor allem zu Beginn, sehr viel. So werden nicht selten eigene und berufliche Interessen denen der Partnerschaft regelrecht untergeordnet. Nichts soll die Harmonie und Unbeschwertheit des verliebten Paares irritieren. Schließlich gilt es Streitigkeiten und Konflikte konsequent zu vermeiden. Alles andere würde die perfekte Vorstellung von einer Beziehung nur zerstören.
Dennoch schleichen sich schnell die ersten kleineren Beziehungsprobleme ein, die mit der Zeit an Intensität gewinnen können und häufig für das Scheitern einer Partnerschaft verantwortlich sind. Gründe hierfür gibt es viele. So können beispielsweise zu unterschiedliche Interessen und Charaktere auf Dauer nicht im Einklang nebeneinander bestehen. Die Vorstellungen, dass sich Gegensätze anziehen, mag in anderen Bereichen vielleicht seine Gültigkeit haben, in Partnerschaften zwischen Mann und Frau sind derartige Konstellationen über kurz oder lang jedoch zweifelsohne zum Scheitern verurteilt.
Die zivilisierte Gesellschaft glaubt fest daran, dass Partnerschaften durchaus ein Leben lang halten sollten. Jedoch entspringt die ewige Liebe, als die perfekte Idealvorstellung, häufig nur den Wunschvorstellungen der meisten harmoniebedürftigen Menschen. Zumindest aus biologischer Sicht, ist es wenig schlüssig, dass Mann und Frau auf Dauer und über Jahrzehnte hinweg ein glückliches Paar bilden. Vielmehr scheint es nach einer gewissen Zeit so etwas wie eine Art Entwöhnung vom eigenen Partner zu geben. Die ersten Anzeichen sind mangelndes Desinteresse und ein Nachlassen der Gespräche untereinander. So ersetzen Streitigkeiten und Ignoranz nach und nach, ähnlich wie ein langsam wirkendes Gift, die einstige Liebe und Zufriedenheit. Ein Seitensprung ist dann häufig die ernste und unmittelbare Folge monate- oder jahrelanger Konflikte innerhalb der Partnerschaft. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass das Fremdgehen zu den häufigsten Trennungsgründe zählt.
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