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Süßstoffe

Der Mensch liebt Süßes auf der Speisekarte. Schokolade, Plätzchen oder Kuchen sind beliebte Naschereien, mit denen wir uns den Alltag versüßen. Doch diese Lebensmittel haben einige Nachteile, denn sie enthalten viel Zucker und damit viele Kalorien. Auch sind sie für Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes nicht geeignet, da sie den Blutzuckerspiegel steigern. Eine gute Alternative bieten hier die Süßstoffe. Denn sie liefern Süße, enthalten aber keine oder wenig Kalorien und beeinflussen nicht den Blutzuckerspiegel. Außerdem tragen sie nicht zur Kariesbildung bei, da sie, im Gegensatz zum Zucker, den nötigen Bakterien keine Grundlage in der Mundflora bieten. In der Europäischen Union sind verschiedene Süßstoffe zugelassen: Acesulfam Aspartam, Aspartam-Acesulfam-Salz, Cyclamat, Saccharin, Sucralose, Thaumatin und Neohesperidin DC. Sie sind bei gleicher Menge 10-3000 mal so süß wie Zucker, deshalb werden viel geringere Dosen verwendet. Einige Süßstoffe wirken Zeit verzögert und einige haben einen seltsamen Beigeschmack, deshalb werden oft mehrere Sorten Süßstoff miteinander gemischt, um diese Nachteile auszugleichen. Kritiker führen an, dass Süßstoffe in höheren Dosen ein Hungergefühl auslösen, da sie süß schmecken. Dadurch würde die Bauchspeicheldrüse Insulin produzieren, um den Zucker abzubauen, der aber nicht kommt. Für diese These würde sprechen, dass einige Süßstoffe dem Mastfutter der Tiere in der Landwirtschaft beigemischt wird. Doch in wissenschaftlichen Studien konnte dieser Effekt bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden. Einige Süßstoffe, vor allem Cyclamat, gerieten auch in den Verdacht, Krebs auszulösen. Doch dieser Verdacht konnte bisher nicht erhärtet werden und speziell das Cyclamat wurde von diesem Verdacht mittlerweile freigesprochen. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Süßstoffe gerne mit den Zuckeraustauschstoffen verwechselt. Zuckeraustauschstoffe, zu denen auch der Fruchtzucker gehört, enthalten im Gegensatz zu Süßstoffen Kalorien. Doch sie können vom Körper ohne Insulin abgebaut werden und sind deshalb für Diabetiker geeignet, genau wie Süßstoffe.


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