Psychische Störungen und Computerspiele – eine brisante Mischung
Lt. einer Studie der Medizinischen Hochschule in Hannover, sind besonders junge Männer mit psychischen Krankheiten durch Computerspiele, insbesondere durch sogenannte „Killerspiele“ gefährdet, zu Amokläufern zu werden. 80 Prozent der dort untersuchten Leute war depressiv oder wies eine andere Angst- oder Persönlichkeitsstörung auf. Diese Menschen flüchten aus ihrer realen Welt, vor Ihrer Krankheit ins Netz, denn im Gegensatz zum wahren Leben können sie hier in Ballerspielen als Sieger dastehen. Auch finden sie Kontakt zu Gleichgesinnten und eine Art Gruppendynamik. Hier werden sie anerkannt, nicht ausgegrenzt oder ausgelacht. Bei vielen geht es so weit, dass das wahre Leben überhaupt nicht mehr stattfindet und sie den ganzen Tag vom dem Bildschirm sitzen, weder arbeiten noch essen oder schlafen. Aus dieser Abhängigkeit heraus entsteht dann oft ein Realitätsverlust, sodass diese Menschen die Handlungen in ihren Killerspielen in Wirklichkeit ausprobieren. Sie sind durch das exzessive Spielen der brutalen Spiele regelrecht abgestumpft und haben eine entsprechend niedrige Hemmschwelle. Natürlich sind die Spiele nicht der alleinige Grund, wenn junge Menschen Amok laufen, auch das soziale Umfeld spielt eine Rolle, doch tragen die Spiele dazu bei, dass es zu solchen „Ausrastern“ kommt. Wichtig ist hier, das Problem bei der Wurzel zu packen, also den Menschen zu helfen, Ihre Krankheit in den Griff zu bekommen und das Umfeld zu verbessern, sofern dieses möglich ist. Nur dann nehmen die Spiele nicht mehr diesen hohen Stellenwert ein, sondern erfüllen im Höchstfall nur noch ihren eigentlichen Zweck: Unterhaltung, Entspannung und kurzweiliger Zeitvertreib.
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