Müssen Cheats wirklich abgelehnt werden?
Cheater schaffen es immer wieder in der Spielewelt in den Schlagzeilen zu kommen: Blizzard, ein renommierte Spielehersteller, hatte als Beispiel im Jahr 2006 hunderttausende von Spielern aus dem Online-Rollenspiel World of WarCraft verbannt, weil diese gegen die Spielregeln verstossen und die sogenannten Cheats nutzten. Was sind aber Cheats denn nun und muss diese wirklich grundsätzlich ablehnen? Der Ursprung des Begriffs Cheats stammt aus dem Englischen und zwar von dem Verb to cheat, was sich in diesem Zusammenhang am besten mit schummeln oder betrügen übersetzen lässt. Mit diesen Cheats werden in einem PC- oder Konsolen-Spiel Programmierlücken genutzt, um den eigenen Charakter im Spiel mit zusätzlichen Gegenständen, günstigeren Eigenschaften und / oder Fähigkeiten auszustatten, schwierige Spielbereiche zu umgehen oder die Spielfigur unsterblich zu machen. Diese Programmierlücken werden oftmals von der Herstellern sogar absichtlich eingebaut, um in der Testphase langwierige Spielzüge zu vermeiden. Hierzu handelt es sich i.d.R. entweder um besondere Tastenkombinationen, Codes und Kennwörter, aber auch um (kleinere) Hilfsprogramme wie Editoren und Trainer, die zum Einsatz kommen. Gerade unerfahrene Spieler oder Spieler, die an einer Stelle im Spiel partout nicht weiterkommen, nutzen diese Cheats, wenn der Schwierigkeitsgrad des Spiels als zu hoch empfunden wird. Ganz wichtig hierbei ist, wann solche Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Der einzelne Spieler, der zu Hause diese Cheats in einem normalen Computerspiel (Singelplayer) nutzt, schadet keinen anderen Spielern. Er macht es sich zwar leichter das Spiel zu schaffen und verringert damit oftmals den Spielspass, aber das ist die individuelle Entscheidung eines jeden Einzelnen. Man kann diese Nutzung von Cheats als dämlich empfinden und an sich selber den Anspruch richten, Cheats komplett nicht zu nutzen. Auch das ist aber eine rein individuelle Entscheidung. Im Internet finden Spieler umfangreiche Sammlungen solcher Cheats und Tools, wie z.B. auf CheatsCorner.de. Neben umfangreichen Tipps, Tricks und Cheats zu verschiedentsen PC- und Konsolenspielen, gibt es dort komplette Lösungen, wie man ein Spiel von Anfang bis Ende durchspielen kann, aktuelle News rund um die Spielewelt und eine starke Community von Fans. Letzteres findet man auch auf sogenannten Fanpages wie MightandMagicWorld. Im Gegensatz zu den Cheats-Datenbanken, die spieleübergreifend agieren, treffen sich hier Fans eines Spiels oder einer Spielereihe, um sich auszutauschen, aber auch anderen Spielern zu helfen. Die Nutzung von Cheats in Multiplayer- oder Online-Spielen, also dort, wo Menschen gegeneinander antreten, um sich zu messen, wer der bessere Spieler ist, dagegen muss ganz anders bewertet werden. Zu Recht sind sind dort Cheats und deren Nutzer, die sogenannten Cheater verpönnt, denn das Cheaten ist sehr gut mit dem Doping im Leistungssport vergleichbar. Es ist sowohl unfair wie auch wenig sportlich, wenn man mit unerlaubten Mitteln Vorteile gegenüber anderen Spielern hat, nur weil diese ohne irgendwelche Hilfsmittel spielen. Daher sind Aktionen wie die oben genannte des Spieleherstellers Blizzard, die diese Cheater in ihren Online-Games finden und sperren, absolut zu begrüssen. Es ist nicht nur im Interesse der Spieler, die sich fair verhalten, sondern auch im ureigensten Interesse der Spieleindustrie, um dauerhaft einen wirtschaftlichen Erfolg mit den Spielen erzielen zu können. Wie lautet nun das Fazit? Wie so häufig im Leben kann man auch beim Thema Cheats keine schwarz-weiss-Betrachtung vornehmen, denn es gibt viele gute Gründe, die Hilfe von Cheats bei einem Computerspiel zu nutzen, solange es sich um ein Singleplayer-Game handelt. Bei Online- und Multiplayer-Spielen gehören Cheats grundsätzlich untersagt!zurück zur Übersicht "Computer & Internet"
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