Die Rinderzucht in Brasilien
Wer sich entschlossen hat, eine Reise nach Brasilien zu unternehmen, dem werden neben den Regenwäldern auch riesige Weideflächen auffallen, die zur hiesigen Rinderzucht benutzt werden.
Erst im Jahre 1972 wurde ein großer Plan erstellt, der es vorsah riesige Rinderfarmen anzulegen, und sich somit den Amazonas nutzbar zu machen. Somit kamen Züchter aus dem reicheren Süden Brasiliens und ließen sich dort nieder. Durch ihre Ausbreitung vertrieben sie die Indianer, die dort lebten und unfähig waren ihr Recht auf ihre Heimat durchzusetzen.
Oft wurden die Waldbewohner auch Mittels roher Gewalt aus ihren heimischen Ressourcen vertrieben um somit die Ausrodung und die Vergrößerung des somit gewonnenen Weidelandes voran zu treiben.
Bis heute wurden etwa achttausend Hektar Regenwald vernichtet und die Tendenz steigt weiter nach oben.
Aber auch Siedler werden durch die Großgrundbesitzer vertrieben. Ihr kleines Stück Land können sie meist durch die hohe, körperliche Belastung nicht bestellen, oft werden sie auch von einer der vielen Tropenkrankheiten ereilt und Medikamente können sie sich nicht leisten. Sie verkaufen ihr Feld dann für sehr wenig Geld an die Rinderzüchter und landen später meist in einem Armenviertel.
Ein fünftel der gesamten Staatsfläche deckt die Feuchtsavanne Campos Cerrados ab. Durch die hohe Feuchtigkeit wachsen dort sehr gut Gräser und Büsche, die als Grundlage der brasilianischen Rinderzucht dienen.
Nach der Herstellung von Orangen und Kaffee, Sojabohnen und Früchten des Kakaobaumes liegt Brasilien mit seiner Rinderzucht gleich an dritter Stelle auf dem weltweiten Markt von Rindfleisch. Auch heute kann man noch günstig Weideland erstehen, um dort eine Rinderzucht zu gründen.
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